Die Wahl in den USA ist doch eh langweilig, also will ich hier mal qualitative Unterhaltung bieten :D
Meine Jobsuche war hier leider echt erfolglos, mein Plan ist jetzt also Reisen. Erstmal um die Südinsel, zuerst nach Nelson und da mal in den Nationalpark, eine der schönsten Routen der Insel abwandern (4-5 Tage). Danach gehts nach Süden, an den Alpen vorbei, bis nach Queenstown. Da werd ich nochmal Halt machen, es heist dass vor allem in der Peak Season, die demnächst losgeht, da alles mögliche an Jobs zu finden ist, vielleicht hab ich ja Glück. Falls nicht gehts von da aus eventuell auf den Milford Track, der scheint aber bis März ausgebucht zu sein, ich hoffe also dass da eine oder zwei Reservierungen wegfallen, das wäre ganz praktisch.
Von da aus auf jeden Fall den Doubtful Sound. Overnight Cruise, koste es, was es wolle (aber nicht mehr als 400$ hoffe ich). Von da aus ist der Plan weiter nach Süden bis Invercargill (Südspitze) und durch die Catlins, danach wieder hoch nach Dunedin und Christchurch again, ich gehe davon aus, dass meine Polster bis da hin etwas geschrumpft sein werden, also wird da ein Job angenommen, egal was. Hauptsache es kommt Geld zurück in die Kasse.
Langzeitpläne laufen hier nie so, wie sie geplant sind, aber hey. Man kanns ja mal versuchen :D
Des weiteren will ich mal ein wenig Kultur vermitteln. Neuseeland ist noch nicht wirklich lang besiedelt, die Maori kamen hier erst vor ca. 1000 Jahren an. Als dann um 1800 Besiedlung durch England begann, wurden die Ureinwohner nicht wie in den USA alle abgeschlachtet, sondern es kam zu friedlichem Beisammenleben bis hin zu einem Vertrag, der beide Völker vereint. Die Maori bewahren hier große Teile ihrer Kultur, es gibt einige, die die Sprache noch fließend sprechen. Alle anderen sprechen hier eine Art britisch, leider nicht das gute Queen's English, sondern mit kleinen Abwandlungen.
So wird zum Beispiel seven (7) als 'siven' ausgesprochen, Dunedin spricht man Dunniiidin. Auch so ein paar Phrasen werden hier gerne verwendet, zum Beispiel 'cheers mate/bro/man' als Danke anstatt thanks.
Obwohl dieses Neben- und fast Miteinander hier dafür, dass das eine Ureinwohnerkultur ist, wunderbar funktioniert, ist das leider nicht komplett Friede Freude Eierkuchen. Die Maori sind quasi Unterschicht wie ich das bisher erlebt habe, vor allem in Christchurch gibt es außerdem viele Analphabeten und wenig gebildete. Auf dem Bau waren wir so ziemlich die einzigen Europäisch-Stämmigen, die auch anpacken mussten, die Ingenieure machen das ja nicht.
Naja, ein wenig Kultur und Zukunftsplanung. Ich geh erstmal Brunchen und dann meinen Bus buchen.
Hakuna Matata
Dienstag, 6. November 2012
Guy Fawkes Day, wheee :D
Meine Damen und Herren, liebe Kinder,
Zu aller erst mal einen Gruß an alle, die noch in die Schule gehen und bei denen die Ferien grade wieder vorbei sind. Dazu habe ich zu sagen:
Haha.
Zu aller erst mal einen Gruß an alle, die noch in die Schule gehen und bei denen die Ferien grade wieder vorbei sind. Dazu habe ich zu sagen:
Haha.
Des weiteren ist das Wetter hier immernoch formidabel, ich bin sehr zufrieden. Aber zu dem, was ich eigentlich berichten wollte: Guy Fawkes Day.
Ich erinnere mich, dass große Aufruhr in aller Welt war, als die USA es gefeiert haben, dass sie Osama ein Ende bereitet haben. Die gesamte britische Kolonialwelt darf da erstmal das Maul halten, die feiern hier den Tod eines Terroristen als zweiten Nationalfeiertag seit 500 Jahren. Hier draußen in New Brighton sogar mit nem echt anschaulichen Feuerwerk. Vorteil für mich, ich kann gleich hin und nach Hause laufen, Kerschl und Hartenbauer, die ausgewanderten Tschmaichinger, habens sogar hergeschafft, mal ganz nett ein bischen mehr Deutsch zu reden als üblich.
Aber hier mal wieder visueller Input. Das Spektakel ging hier so ca. 15 min, ordentliches Feuerwerk muss ich sagen.
Aber hier mal wieder visueller Input. Das Spektakel ging hier so ca. 15 min, ordentliches Feuerwerk muss ich sagen.
| Das kam leider nich so gut raus wies aussah |
| Das war die letzte Rakete, ziemlich groß und ca 30 Sekunden noch in der Luft |
Jo, so viel zum Feuerwerk. Heute sitze ich hier in der Bücherei, aus dem Hostel ausgecheckt, und warte auf einen Anruf von nem Restaurant hier bei dem ich schon Probegearbeitet habe. Sie hat mir mehrmals gesagt, dass ich den Job wahrscheinlich habe, ich bin mir da nicht so richtig sicher, war nicht so die gute Performance die ich da abgeliefert habe. Auch der beste Kellner der Welt, der ich ja bin, muss sich an neue Arbeitsumgebungen gewöhnen. Naja.
Das wars eigentlich soweit, ich sitze weiter hier und genieße das kostenlose Internet bis ich Hunger bekomme.
Hakuna Matata ;)
Hakuna Matata ;)
Freitag, 2. November 2012
Hakuna Matata
Ich will nur kurz von gestern berichten, das war ein Abend der mir sehr lange in Erinnerung bleiben wird.
Ich war mit Liam (dem Manager vom Hostel) und ein paar anderen Backpackern in deren Stammkneipe, es war Karaokeabend. Die Gespräche liefen von Eierwachsen, sehr zur Freude unserer weiblichen Gesellschaft, darauf hinaus, dass ich jetzt ein wenig mehr spanisch und portugiesisch kann. Als ich dann nach ca. 20$, ich rechne nicht mehr in halben oder pint oder was auch immer, denn nur Geld zählt, nach Hause gehen wollte, saß ich grade alleine mit einem der Kiwis aus dem Backpackers am Tisch. Also sagte ich dem, dass ich wohl früher gehe als der Rest, natürlich als Entschuldigung formuliert.
Und dann wirft der mir ein 'Hakuna Matata, bro.' entgegen, und schlagartig steht genau das für diese Lebensweise, die hier vorherrscht, natürlich. No worries, mate etc. laufen alle darauf raus. Ich fühle mich fast erleuchtet als ich da aus dem Pub auf die Straße schlendere und mit Ohrwurm in Richtung Bett wandere. Hakuna Matata. So einfach ist das hier.
Und dann wirft der mir ein 'Hakuna Matata, bro.' entgegen, und schlagartig steht genau das für diese Lebensweise, die hier vorherrscht, natürlich. No worries, mate etc. laufen alle darauf raus. Ich fühle mich fast erleuchtet als ich da aus dem Pub auf die Straße schlendere und mit Ohrwurm in Richtung Bett wandere. Hakuna Matata. So einfach ist das hier.
Entsprechend wird die Signatur von Hannibal zum König der Löwen angepasst.
Hakuna Matata
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Mord, Totschlag, die Krätze und Diebstahl
Die Investition in ein Vorhängeschloss hat sich bisher ziemlich gelohnt muss ich sagen, meine Wertsachen sind noch bei mir, aber ich erläutere mal die Probleme, die es hier in den letzten Tagen gab.
Zum ersten war ich bei einem Vorstellungsgespräch hier in Chch, der gute Mann wollte mich aber nicht weil ich zu wenig a la carte-Erfahrung habe. Der hätte allerdings ziemlich gut gezahlt, also bin ich ein wenig zwiegespalten. Zum einen mag ich die Stadt nicht, aber Geld ist immerhin Geld. Also schade dass das nicht geklappt hat.
Die restlichen Tage hier lag ich flach, die Klimaanlage auf dem Bus hierher hat mir glaub ich den Rest gegeben, nachdem ich in Nelson schon irgendwie Halsweh hatte. Also zwei Tage mit wenig Aktionen, eher im Hostel chillen und Schnupfen waren angesagt, mittlerweile gehts mir gut genug dass ich mich heute wieder in die Stadt aufmache.
Schon in Nelson hatten wir aber ein Problem mit Außenstehenden: Das Hostel bietet hinter dem Haus einen Parkplatz für Campervans, da 12$ die Nacht, wenn man im eigenen Auto pennt, immerhin ziemlich gut sind für "Sicherheit" und 2 Mahlzeiten sowie Duschen. Leider war aber das mit der Sicherheit nich so ganz vollständig, eine Französin hatte ihr Auto dort stehen gelassen und schlief im Hostel. Nachmittags waren schon zwei Typen durch den Parkplatz gelaufen die niemand kannte, auf Konfrontation sind sie relativ schnell wieder verschwunden.
Auf jeden Fall war dann Nachts anscheinend ein wenig Radau, das eine Auto wurde aufgebrochen und ein Rucksack sowie eine Handtasche mitgenommen, der Nachtportier, ein Backpacker aus Irland (ziemlich witziger Typ eigentlich, ähnliche Gitarrenskills wie Jimmy Hendrix) war etwas zu spät dran und konnte auch nichts mehr machen. Am nächsten Morgen also Polizei, Fingerabdrücke genommen und Videokameras inspiziert, es sind beide auf Film und ihre Abdrücke sind sichergestellt.
Soviel zu Kriminalität in Nelson, das geht hier deutlich dreister. Gestern gegen 17:00 Uhr kamen zwei Maori, ca. 16, durch die Vordertür und liefen einfach mal oben in Richtung der Gästezimmer. Unter anderem in meins. Ich bin mir nicht sicher, ob ich abgeschlossen hatte, aber die guten Herren machten die Tür langsam auf und als ich mich dann im Bett aufgerichtet hatte hies es, sie suchen eine Backpackerin namens Annabelle. Nie gehört, einfach weitergeschickt, dumm von mir. Zwei Stunden später kommt Penny (nicht blond und in der Cheesecake-Factory beschäftigt) in unser Zimmer, ob wir etwas Verdächtiges mitbekommen hätten, es wurden aus dem Zimmer gegenüber zwei Laptops, Kameras und Handys gestohlen.
Ich bin wirklich froh um mein Vorhängeschloss :D
Naja, heute wird wohl nochmal ein Jobsuchtag, ich habe zwei Adressen. Morgen versuche ich mich wahrscheinlich an Bone-Carving, vielleicht kommt was gescheites bei raus.
tata
Zum ersten war ich bei einem Vorstellungsgespräch hier in Chch, der gute Mann wollte mich aber nicht weil ich zu wenig a la carte-Erfahrung habe. Der hätte allerdings ziemlich gut gezahlt, also bin ich ein wenig zwiegespalten. Zum einen mag ich die Stadt nicht, aber Geld ist immerhin Geld. Also schade dass das nicht geklappt hat.
Die restlichen Tage hier lag ich flach, die Klimaanlage auf dem Bus hierher hat mir glaub ich den Rest gegeben, nachdem ich in Nelson schon irgendwie Halsweh hatte. Also zwei Tage mit wenig Aktionen, eher im Hostel chillen und Schnupfen waren angesagt, mittlerweile gehts mir gut genug dass ich mich heute wieder in die Stadt aufmache.
Schon in Nelson hatten wir aber ein Problem mit Außenstehenden: Das Hostel bietet hinter dem Haus einen Parkplatz für Campervans, da 12$ die Nacht, wenn man im eigenen Auto pennt, immerhin ziemlich gut sind für "Sicherheit" und 2 Mahlzeiten sowie Duschen. Leider war aber das mit der Sicherheit nich so ganz vollständig, eine Französin hatte ihr Auto dort stehen gelassen und schlief im Hostel. Nachmittags waren schon zwei Typen durch den Parkplatz gelaufen die niemand kannte, auf Konfrontation sind sie relativ schnell wieder verschwunden.
Auf jeden Fall war dann Nachts anscheinend ein wenig Radau, das eine Auto wurde aufgebrochen und ein Rucksack sowie eine Handtasche mitgenommen, der Nachtportier, ein Backpacker aus Irland (ziemlich witziger Typ eigentlich, ähnliche Gitarrenskills wie Jimmy Hendrix) war etwas zu spät dran und konnte auch nichts mehr machen. Am nächsten Morgen also Polizei, Fingerabdrücke genommen und Videokameras inspiziert, es sind beide auf Film und ihre Abdrücke sind sichergestellt.
Soviel zu Kriminalität in Nelson, das geht hier deutlich dreister. Gestern gegen 17:00 Uhr kamen zwei Maori, ca. 16, durch die Vordertür und liefen einfach mal oben in Richtung der Gästezimmer. Unter anderem in meins. Ich bin mir nicht sicher, ob ich abgeschlossen hatte, aber die guten Herren machten die Tür langsam auf und als ich mich dann im Bett aufgerichtet hatte hies es, sie suchen eine Backpackerin namens Annabelle. Nie gehört, einfach weitergeschickt, dumm von mir. Zwei Stunden später kommt Penny (nicht blond und in der Cheesecake-Factory beschäftigt) in unser Zimmer, ob wir etwas Verdächtiges mitbekommen hätten, es wurden aus dem Zimmer gegenüber zwei Laptops, Kameras und Handys gestohlen.
Ich bin wirklich froh um mein Vorhängeschloss :D
Naja, heute wird wohl nochmal ein Jobsuchtag, ich habe zwei Adressen. Morgen versuche ich mich wahrscheinlich an Bone-Carving, vielleicht kommt was gescheites bei raus.
tata
Montag, 29. Oktober 2012
Bilder einer Busfahrt
| Das Bild hat sich angeboten, die Sonne stand so schön (CHCH) |
Ich lasse die Landschaft für sich sprechen. Unten kommt ein wenig Text.
| Kaikura |
| nochmal Kaikura |
| Einer der Hänge, ca. 60° nach oben neigend |
| Die goldenen Hügel |
| Nochmal beeindruckender |
Einen wunderschönen guten Morgen allen, die das hier lesen, ich bin ein wenig lethargisch angehaucht an diesem eigentlich echt schönen Tag. Ich wäre gerne, gerne in Nelson geblieben, aber der Bus war gebucht und ein Vorstellungsgespräch steht morgen an, drum bin ich wieder in dem etwas deprimierenden Christchurch, wieder Point Break, in Erwartung meiner Bankkarte und meiner IRD.
Es fällt mir wirklich schwer das hier als nicht schlecht zu empfinden, im Vergleich zu den supernetten, supercoolen Leuten in Nelson ist das hier wirklich ein Trauerspiel. Ich hoffe ja, der Typ in dem Restaurant hier zahlt weniger als 14$, dann bin ich sofort wieder in Nelson im Mercure (Ja, bei der Konkurrenz). Da hab ich mich vorgestellt und man würde mich einstellen, der Laden gefällt mir soweit, nur das Geld stimmt noch nicht so ganz.
Beim Volleyball hatten wir nach einer Österreicherin, die sich ein Band überdehnt hat, nun Totalausfall zwei, Oscar aus Argentinien ist dumm aufgekommen und hat sich was getan, was genau weiß ich leider nicht. Sein Knöchel ist auf jeden Fall direkt danach auf die Größe einer Faust angeschwollen und er durfte ins Krankenhaus.
Ja, das war eigentlich so das interessanteste der letzten Tage, es hat auch geregnet in Nelson, viel im Hostel geblieben und geredet, gekocht, gesungen, getrunken und Spiele gespielt. Fiel wir heute schwer Leute zu verabschieden, die ich erst 3 Tage kenne, aber so ist das halt. Man sieht sich immer zweimal.
tata
Samstag, 27. Oktober 2012
Don't just stink. DOMINATE your stink!
Nelson ist hammer, gefällt mir hier
sehr. Das Hostel ist offen, alle freundlich und man kann hier
wirklich einfach in die Küche gehen und hat sofort jemanden zum
reden. Es gibt Donuts, die hier von ein paar Argentiniern jeden Tag
frisch gebacken werden, kostenlosen Tee und Kaffee... Alles super. So
gegen Nachmittag wird angefangen mit Volleyball, das Feld steht zur
freien Verfügung, an sonsten flackt man sich auf einer der
Sonnenliegen (sofern die Sonne denn scheint) oder setzt sich an den
Pool.
Ich würde gerne hier bleiben,
Jobaussichten gibt es im Hospitality-Sektor auch einige, aber nicht
jetzt. Erst gegen Dezember/Januar, wenn die Saison losgeht, werden
die Stellen hier wirklich aufgefüllt, dann sind hier ein Haufen gut
bezahlte Vollzeitjobs zu haben. Ich habe mal in der Hauptstraße hier
Lebensläufe verteilt, ich hoffe auf eine Rückmeldung im November.
Bis dahin schau ich in Christchurch, da wäre ab dem 1.11. eine
Öffnung in einem Restaurant, den Manager habe ich bereits angerufen,
er wäre sehr interessiert daran, mit mir mal zu reden. Das wird
direkt am Montag gemacht, wenn ich wieder da unten bin.
Das ist eigentlich alles, was so
passiert ist die letzten Tage, abends kann man entweder hier im
Hostel chillen, das haben wir gestern gemacht, Cluedo und Poker
gespielt bei einem Glas Goon oder einem Bier, der Tag davor war in
der Shark Bar ordentlich was los, Billiard und viele Sprachschüler
aus der Sprachschule von hier, die gehen alle immer Donnerstags da
hin um Billiard zu spielen.
Heute war ich bisher einkaufen, und ich
bin echt ein wenig angepisst. Im Warehouse kostet das günstigste
Shampoo 8$, Duschgel 6$. Das einzig coole an dem Kram ist die
Aufschrift.
"Don't just stink. DOMINATE your stink!"
Werd ich wieder kaufen wenns leer ist. Ich hoffe es geht mir nie aus.
Danach wollte ich noch einfach eine
Wurst mitnehmen, zum aufs Brot und heute in die Suppe schneiden, die
haben einfach übertrieben den Arsch offen hier mit
Lebensmittelpreisen. Alles kostet irgendwie mindestens 2€, die
aller aller billigste Ekelwurst die ich jetzt gekauft hab war bei
2,29$ (ca. 1,60€), und da ist nich viel dran.
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Rebmann der Bauarbbeiter
So,
tägliche Updates könnt ihr ziemlich knicken wenn erstmal nichts
passiert, ich schreibe dann wenn ich irgendwas interessantes mache ;)
Wie genau jetzt, ich bin in Nelson. Mein BP heist Paradiso, und genau das isses auch. Für 20$ (ca. 12€) die Nacht kriege ich hier W-LAN, Frühstück, Suppe als Abendessen, einen Pool und Whirlpool, ein Beachvolleyballfeld und ein Bett. Unschlagbar. In der Küche läuft irgend eine gechillte spanische Musik, zwei drei kennen den Text und singen passagen mit, das ganze ist ein lichterfüllter Raum. Gefällt mir sehr hier.
Die
Fahrt war auch der Hammer, die Lanschaft um einen herum wechselt so
alle halbe Stunde etwa komplett. Ich kam durch Flachland, dann die
Alpen (noch mit Schnee), durch einen Pass, die Berge auf der Seite
dicht überwuchtert mit einer gelben Pflanze, komplett golden quasi.
Ein Stop in Kaikoura (Da muss ich nochmal hin), danach weiter.
![]() |
| Kaikoura, nur ein bischen wie die hier mit der Aussicht vollkommen übertreiben |
Die
Straße führt jetzt direkt an der felsigen Küste entlang, auf der
linken Seite türmen sich die Berge auf. Hat mich ein wenig an die
Türkei erinnert. Die Hügel werden grüner, alles sieht aus wie
Irland und ist auch von Schafen bevölkert, von denen es hier ja etwa
12 für jeden Einwohner gibt. Nelson selbst sieht man schon früh,
die Stadt ist offensichtlich als Hafen entstanden.
Im Gegensatz zu Christchurch ist die Welt hier noch vollkommen in Ordnung, alle Häuser sind intakt, die Sonne lacht und wir haben 25°, was will man mehr. Alles hat hier so einen Kleinstadtflair, die Häuschen in vielen Farben, die Innenstadt aus kleinen Geschäften (außer dem rieisigen Countdown-Supermarkt).
Heut abend geht’s mal weg, die gute Laura aus Deutschland (Ja, Herr Vietz, eure Laura) hat Party ausgerufen und ist auch einer der Gründe warum ich hier bin, man trifft nicht so viele Leute aus der gleichen Stufe am anderen Ende der Welt.
Im Gegensatz zu Christchurch ist die Welt hier noch vollkommen in Ordnung, alle Häuser sind intakt, die Sonne lacht und wir haben 25°, was will man mehr. Alles hat hier so einen Kleinstadtflair, die Häuschen in vielen Farben, die Innenstadt aus kleinen Geschäften (außer dem rieisigen Countdown-Supermarkt).
Heut abend geht’s mal weg, die gute Laura aus Deutschland (Ja, Herr Vietz, eure Laura) hat Party ausgerufen und ist auch einer der Gründe warum ich hier bin, man trifft nicht so viele Leute aus der gleichen Stufe am anderen Ende der Welt.
Soviel
zu heute, vorgestern und gestern sind schnell erklärt. Vorgestern
war Jobsuchtag, ich hab ein paar Bewerbungen an diverse Hotels und
Restaurants rausgehauen (auch in Nelson, hier ist der Konkurrent
Mercure am suchen), der Abend brachte Stefan und mich an einen
Chinesen in unserem Hostel, der noch zu einem 'Chef' fahren wollte,
er häbe Jobs für unqualifizierte auf einer Baustelle. Wir also mit
und direkt bei Allan was abgestaubt, 15$ die Stunde, Abfahrt morgens
um 5 -.-
Die
Baustelle von Allan ist nicht die Baustelle von Allan und nicht in
CHCH selbst, sondern in Darfield, eine halbe Stunde landeinwärts.
Also rausgefahren und direkt angefangen, es ist noch dunkel. Der Tag
ist ein wenig an mir vorbeigezogen, die Zeit läuft gut wenn man
beschäftigt ist. Morgens erstmal Mist gebaut, Löcher in
Betonplatten bohren war ich zu langsam, die guten Herren die
Beton-Fundamente schütten wollten machten uns Druck. Danach war
allerdings wirklich wenig zu tun, ich war quasi dauernd beschäftigt,
Metallhaken in anderen Betonfundamenten wieder freizuräumen und
aufzurichten. Eher langweilig und alles in der Hocke. Wir sollen
nicht rumstehen heist es, immer beschäftigt sein oder so aussehen.
'There are other eyes watching you, I might pay you but I am not your
boss', sagt Allan. Alles ein wenig Orwellian.
Um ca. 17:30 waren wir dann fertig, körperlich als auch mit der Welt, Stefan hatte einen Arbeitsplatz in dem Turm bekommen, der hier gebaut wird. Die gesamte Baustelle ist echt riesig, es wird das größte Trockenmilch-Silo der Welt errichtet. Stefan musste also noch bis ca. 18:15 arbeiten, danach wieder heim. Da er entschieden hatte, dass ihm der Job hier nicht gefällt und viel zu lang ist, zumal wir von unseren 12 Stunden nur 10 bezahlt bekämen, wollte er direkt wieder kündigen und sein Geld haben, was dann ein Problem war.
Wir waren nicht eingestellt, keine IRD-Nummer und Allan wird sehr schnell sehr grantig, als der gute Stefan eine Garantie verlangt, bezahlt zu werden (zurecht, der Typ kennt nichtmal seinen vollen Namen). Nach kurzen Streit wird unser Lohn auf 13,50$ gestrichen, Stefan wird dann eventuell auch noch ausbezahlt, wir nur wenn wir wiederkommen, was wir nicht vorhaben.
Ich
wollte noch mein Handy abholen, aber die Mall hat schon zu, also bin
ich auch stinkig, da schmecken Bier und Spaghetti im Hostel direkt
nochmal besser. Heute morgen waren meine Beinbeuger (keine Ahnung wie
die richtig heißen), Schultern und Rückenmuskulatur echt hart
verspannt, die lange Busfahrt halt auch meinen Glutei Maximi
(Arschmuskeln) nicht direkt geholfen... Naja, wir werden sehen. Gruß
nach Deutschland, seid froh um euren ruhigen Studentenalltag ;)
tata
tata
Abonnieren
Posts (Atom)
