Freitag, 12. Oktober 2012


Das Wichtigste zuerst: Ja, das ist ein Wendy's mitten in Singapur und ja, der Baconator ist genau so geil wie er in den USA ist :D



Aber das ist natürlich nicht alles was ich heute gemacht habe, und gestern abend gibts auch noch zu erzählen. Ich schau dass ich das in 2 kleinere Posts mache, sonst wird das echt ein ellenlanger Bericht.
Fotos gibts in beiden, einmal vom höchsten Punkt in Singapur, einmal von Blumen xD
Also bis gleich, tata


Donnerstag, 11. Oktober 2012

Hey Roommate!

Wie angekündigt: Richtung botanischer Garten bin ich vorhin gefahren. Der hat bis 19:00 offen, war also schon spät dran, außerdem war das Wetter schon nicht mehr sonderlich vertrauenswürdig. Ich konnte also nicht die Runde laufen, die ich gerne gelaufen wäre :/
So Interessant wars also wirklich nicht da, ein besserer Stadtpark ist der Eindruck den ich hatte. Da Orchard Road, die Shopping-Meile, in der Nähe liegt, hab ich also kurzerhand meinen Abendplan geändert.

Mein eigentlicher Plan war zum Marriott dort zu fahren (Direkt an der Bahnstation) und mir einen vergünstigten Kaffee zu genehmigen, da haben mir aber die auch mit Vergünstigung verrückten Preise aber die Lust dran genommen. Gut dass das ION, die größte Mall, gleich nebendran ist.


Dort bin ich durch ein Stockwerk wahrscheinlich nicht einmal halb durchgekommen, einfach zu groß. Aber es gab einen Food-Court, und da es hier mittlerweile 19:00 Uhr war, fand ich mich da gut aufgehoben. Nicht zu vergleichen mit den Food-Courts aus der Mall, sondern hier verschiedene, tatsächlich frisch zubereitete asiatische Speisen, viel vietnamesisches fand ich. Als ich da so vertieft vor einem der Stände stehe, die ihre verschiedenen Gerichte vorne ausstellen, tippt mir jemand auf die Schulter und begrüßt mich in freundlichem australisch.
Melly ist gestern Nacht im Backpackers aufgekreuzt und erst aufgestanden, als ich gegen 4 mal ins Zimmer bin und kommt aus Melbourne. Also kurz einen Teller zusammengestellt und mit ihr einen Tisch organisiert. 

Das war eigentlich meine ganze Abendbeschäftigung, mich mit ihr unterhalten und ein wenig auszutauschen. Sie kommt grade aus Thailand und fliegt nach Neuseeland weiter, um sich dort einen Job zu organisieren. Vollkommen unfair, was man alles mit einem Commonwealth-Pass hinbekommt, ohne auch nur ein einziges Visa beantragen zu müssen, aber naja :D
Gegen 8 hab ich mich dann zurück zur MRT gemacht und sitze jetzt wieder im Hostel, sie geht weiter shoppen mit ihrem etwas kaputten Tag-Nacht-Rythmus. Nebenher versuchen hier zwei Inder einen Film auf dem Fernseher laufen zu lassen. Mal schauen was kommt, werd mich da anschließen.


tata

Chinatown!

Aus Singapur hier wieder ihr Koorospondent für die ganz wichtigen Sachen!

Die Nacht war mist, Jetlag ist eher hart hier. Hatte wieder nur ein paar Stunden und bin dann so gegen halb 9 aufgestanden.
 Das kostenlose Frühstück hier ist in Ordnung, nur das Nötigste, aber man kanns essen. Danach Foto eingepackt und nach Chinatown.

Ein sehr interessantes Viertel das sich da gebildet hat, hauptsächlich eben von Chinesen bevölkert. Enge und vollgestellte Gassen mit Händlern und Hostessen die einen dazu überrreden möchten, doch hier zu kaufen oder zu essen. Das ganze Viertel ist nicht mal annähernd so modern wie die Umgebung, es scheint als ob sich die Häuser dem Neubauwillen der gesamten Stadt entgegenstellen.
Nach einem kurzen Bummel kam ich zu einem etwas größeren Kaufhaus in das ich auch gleich mal reingelaufen bin, Ziel für heute war ein wenig Foto-Equipment einzukaufen. Der dritte Laden, bei dem ich mit dem Händler sprechen konnte, war dann auch preislich echt in Ordnung, auch ohne zu handeln wäre ich da zufrieden gewesen. 

Für knapp 170€ hab ich also nun ein 70-300mm Tele mit Makro und Bildstabilisator, dazu ein UV- und Kratzerschutz sowie ein 0,5x Weitwinkel-Objektiv erworben. Dazu gabs dann auch noch ein Putzset und einen Steuer-Rückhol-Wisch, den ich am Zoll vorzeigen möge. 

So ausgestattet kann ich dann auch ein paar Bilder präsentieren :D

Grade um die Ecke ist hier ein Budhistischer Tempel. Die scheinen einen ähnlichen Kult draufzuhaben wie die Katholiken, denn hier wird ein Zahn Buddhas aufbewahrt. Das wars aber schon an Gemeinsamkeiten, ein paar Einheimische essen im Tempel, es herscht Trubel und wenig Andacht oder Ehrfurcht. 


Tempelinnenhof

Nochmal Tempelinnenhof. Räucherstäbchen überall

Direkt zwei Ecken weiter ist dann auch ein Hindu-Tempel. Schuhe müssen ausgezogen werden, dann darf man erst eintreten. Überall sind bunt bemalte Statuen, das Portal ist eine große Pyramide die mit diesen Figuren besetzt ist. Einige Hindus laufen hier zeremoniell in ihren Gewändern herum, Touristen dürfen die Gebetsräume nicht betreten. Aber die Außenansicht ist schon interessant genug.

Eine dieser Figuren, ziemlich viele haben blaue Haut

Das Portal mit Pyramide


Mittlerweile ist es dann auch Mittag und ich vertraue meinem Reiseführer, der behauptet, im Far East Square gäbe es guten Mampf. Der erste Gebäudekomplex sieht schon belebt aus, viele Einheimische sitzen in den günstigen Lokalen, also setze ich mich auch einfach in so eines.
Das Essen ist super, nur verdammt scharf. Ich muss noch ein paar Minuten sitzen bleiben und die Eiswürfel essen, die im Getränk waren. Der Kellner grinst mich immer wieder an wenn er vorbeiläuft, also direkt mal kein Trinkgeld.



Da der Reiseführer jetzt schon einmal Recht hatte, kriegt er gleich noch eine Chance. Zurück zum Hindu-Tempel, gegenüber sei ein gut sortierter Medizinladen. Der Schuppen ist leer, ausser mir keine Kunden. Beim Eintreten wird Tee gereicht und es riecht nach Dingen, die ich nicht zuordnen kann. Aber sie verkaufen Tiger-Balm, direkt eingepackt, hab nämlich Fenestil vergessen.

Als ich den Laden verlasse, ist auf der anderen Straßenseite eine Menschentraube, in der Mitte ein glatzköpfiger Schwarzer. Zwei Briten neben mir meinen, dass sei Seal, also gleich mal hin und Foto gemacht. 

Also ich würd ja schon sagen eher cool

Danach gehts wieder zurück zum Hostel, noch solche Straßenzüge hab ich gefunden die interessant aussahen:


Außerdem: Ein Tim und Struppi-Laden :D

So, ist nur die Frage was ich jetzt mache. Werd hier mal einen Kaffee trinken und schauen, dass ich mich an eine Gruppe hänge, erst morgen Vormittag dann wieder alleine umherziehe. Ein Nickerchen wär auch geil, aber das kann ich mir glaub ich nicht leisten.

Also dann, viel Spaß in der Schule/Arbeit/Uni.

tata

Mittwoch, 10. Oktober 2012

@ Singapur

In den letzten paar Stunden sind so viele Eindrücke auf mich eingeprasselt, dass ich fast nich weiß wo ich anfangen soll. Also arbeite ich mich mal chronologisch durch :D

Der Flug war super entspannt, zwei nette ältere Briten neben mir. Es kam Prometheus und Savages, dazwischen hab ich endlich mal für ein paar Stunden schlafen können. Kurz vor Singapur kam dann auch der Nerd in mir hoch, konnte eine Lichtbrechung in den Wolken erkennen, die rings um den Schatten des Flugzeugs als kreisförmiger Regenbogen erscheint. Brechung an glatten Kanten im großen Stil quasi.
Die Einflugsschneise war super, richtig schön über den Hafen und die Stadt auf meiner Fensterseite. Ist wieder ein Handybild, ich erwarte eure Haterkommentare ;)



Direkt nach der Landung war ich aber erstmal verloren. Der Masse hinterherlaufen und Gepäck sammeln hat noch funktioniert, danach wusste ich aber irgendwie nicht weiter. Die nette Dame an der Touri-Info konnte mir dann aber gleich die U-Bahn nennen und wusste auch wo mein Backpackers ist.

Die Stadtbahn von Singapur ist eine Attraktion für sich, das ist wie der Schmelztiegel der Kulturen, nur für den Asiatischen Raum. Um mich rum wird Punjabi, diverse ostasiatische Sprachen und ein gebrochenes Englisch gesprochen. Man sieht den Leuten sogar an, dass nicht alle die gleichen Wurzeln haben. Aus der U-Bahn dann raus hatte die Dame am Infostand mir geraten und einen Menschen von der Bahn fragen. So getan.

Der meinte, da kennt er aber kein Backpackers, hat mich aber trotzdem in die Richtung geschickt. Also macht sich das Goldlöckchen Rebmann auf die Reise mit seinen 2 Rucksäcken (einer Hangepäck), bis ihn ein geschätzte tausend Jahre alter einheimischer wild gestikulierend auf seine Absteige aufmerksam macht.

Jap, Absteige. Aber nur von aussen, der Raum ist sauber, sieht aus wie ein Jugendherbergszimmer. Vier Doppelstockbetten, gemeinschaftliche Dusche, Aufenthaltsraum und Küche im Untergeschoss. Unten sind schon drei Franzosen am Dart spielen, mit denen hab ich bis grade noch kein Wort gewechselt.

Nach einer kurzen, kalten Dusche (30° und 85% Luftfeuchtigkeit sind uncool) und schneller Organisation von meinem Kram bin ich dann gleich mal auf gut Glück in die Stadt getingelt. An der Bahnstation laufen mir 4 Mädels über den Weg, die ich schon in London auf dem Flughafen kennengelernt hatte, die genauso wenig Plan haben wie ich. Also schließe ich mich denen an.

Laura, Saskia, Lena und Nina (ich hoff ich habs noch richtig) kommen alle aus der Gegend Metzingen. 3 Nächte Aufenthalt und dann nach Australien, fast wie ich halt auch. Sehr witzig mit denen rumzulaufen, aber erstmal wussten wir leider nicht wirklich, wohin. In die Innenstadt hieß es, also Bahn.

Dort ausgestiegen ist eins der ersten Dinge die wir sehen dieses wunderbare Lokal: 

Also der Versuchung, ein dunkles Hefe zu trinken widerstanden und weiter :D
Nächster Zielort war die Bucht, der Weg war langweilig und eher auch lang, und das groß zu beschreiben is doof. Auch die Bucht lass ich einfach mal in Bildern für sich sprechen.

War Memorial

Blick auf das Bankenviertel

Keine Ahnung was das ist, sieht aber abgespact aus :D

Die Uferpromenade

Auf dem Rückweg nahmen wir den Bus, auch ein wenig anders als in Deutschland. Das gesamte öffentliche Netz ist hier einfach besser ausgebaut.

Zum Schluss des Tages gabs dann noch einen Snack für die Mädels und einen Bubble-Tea für mich. Ich bin mittlerweile hip:


Das ist Hardcore-Bubbletea, nicht zu vergleichen mit dem was es bei euch im Megges gibt. Ich weiß jetzt auch was Hannes meinte, als er sagte, die Bubbles sind komplett abstoßend. Richtig ekelhaft. Aber der Tee selbst war gut :D

So, da es mittlerweile viertel vor 11 ist und ich nur 3 oder 4 Stunden Schlaf hatte, fallen mir langsam die Augen zu, zumal Bilder hier hochladen echt ewig dauert. Wünsch euch nen schönen Abend.
tata

Dienstag, 9. Oktober 2012

@ Gate 34, immernoch London :D

Nur ein kleines Update. Bin umgeben von Deutschen, übel cool. 2 Mädels mir gegenüber kommen aus Karlsruhe, ein Typ 3 Sitze weiter hat das gleiche festivalbändchen wie ich :D

tata

@ London II

Ich sitze in Gate 3 in Heathrow, Laptop und Ohrhörer um mich von dem internationalen Pulk um mich herum abzuschotten. Ziemlich krass das hier.

Ich kann schlecht ein Foto machen, das kommt nich gut andere Leute zu fotografieren während sie auf den Flieger warten, also mal wieder Beschreibung. Hier ist eine Fläche in etwa der Größe eines Fußballfeldes mit Sitz und Liegebänken ausgestattet, und jede Bank ist eigentlich besetzt. Es gibt drei Stromstationen, an so einer befinde ich mich grade um das gute alte Netbook zu laden. In meiner direkten Umgebung sitzen fünf Personen, zwei Briten, ein deutsches Pärchen und eine Asiatin, und es herrscht reges Sprachwirrwarr. Um uns rum sind überall Duty-Free-Läden, ich sitze direkt vor World of Whiskeys, hab aber leider keine Pfund bei mir ;)

Der Flug war ruhig, kleine Maschine, schweigsame Menschen neben mir. War ein wenig fasziniert von der Aussicht, da die Briten vor ihrer Küste ja Offshore-Parks hochgezogen hat. 


Offshore-Windpark vor England
Und so sieht das dann aus, wenn mans mit dem Handy fotografiert, weil man die richtige Kamera nich auspacken will. Ich hoffe ihr bekommt einen Eindruck.

So, ich darf hier noch eine Weile rumsitzen, mein Flieger geht erst um 21:25 deutscher Zeit, dann erstmal 12 Stunden sitzen. Kann mir wenig geileres vorstellen, aber Singapur wird dann cool :D

@ London


So, da in ich auch schon auf dem Flughafen und hab ein wenig ein flaumiges Gefühl in der Magengegend. Schon ein wenig aufregend wie hier alle ihren Trott gehen, die Köpfe entweder auf den Boden gesenkt, auf das Handy in der Hand oder nach oben auf die Gate-Tafeln. Dann schauen sie wieder ihren Bording-Pass an, dann wieder die Tafel...
Ein reges Treiben schon mitten in der Nacht (Es ist 11:00 morgens!), jeder geht seinen Weg. Und mitten drin ich, ohne die gewohnte Aufsicht oder Gruppe, wie ich sonst immer geflogen bin, sondern ganz allein. Am check-in, nachdem ich meinen Dad verabschiedet hatte, war irgendwie klar, dass ich jetzt vollkommene und uneingeschränkte Freiheit genieße, das hat mich in dem Moment erwischt wie eine Bratpfanne, nur ohne Schädelweh. Eine komische Mischung aus Adrenalin und Endorphinen, Stress und Glück gleichzeitig. Ich hatte immer noch ein Grinsen im Gesicht als mich die nette Security-Dame fragte, ob ich denn ein Laptop dabei habe :D 
Jetzt wo ich hier sitze hat sich das Adrenalin verflüchtigt, ich bin fast nurnoch happy. 

Das hier werde ich posten sobald ich wieder Internet habe, hier am Flughafen gibt es zwar ein offenes W-Lan, das scheint mir aber eher teuer. Man will, dass ich meinen Provider auswähle, und keiner von denen ist in meiner Preisklasse. Schade.
Naja, in Singapur spätestens. Vielleicht in London. Die nächsten paar Tage wird es wohl schnelle, kurze Updates geben, bis ich dann langsam in Christchurch angekommen bin. Ab da möchte ich eigentlich nurnoch wöchentlich posten, aber das sehen wir ja dann.

tata